Archiv der Kategorie: Spielmaterial

Schnapsidee: Foto-Lovestory?

Eine Schnapsidee, die mir gestern Abend kam: Ließe sich nicht aus den Bravo-Foto-Lovestories ein Storygame entwickeln? Eine kurze Studie ergibt, dass es eigentlich immer um drei Personen geht, von denen zwei gleichen Geschlechts sind und auf die dritte Person stehen. Daraus entstehen großes Chaos, Zickenkrieg und Psychoterror. Am Ende löst sich aber alles wieder auf und alle haben sich ieder lieb.

Ein Spiel könnte beispielsweise aus drei Phasen bestehen:

Das Intro

Zu Beginn wird ein Playsheet ausgewählt, das aus einer allgemeinen Settingbeschreibung („Wo findet das ganze statt?“) und einem (leicht abgewandelten) Bravo-Psychotest besteht, der die Beziehungen zwischen den Spielern festlegt, die Klischees für die Spielercharaktere festlegt und ein paar zusätzliche Inspirationen einbringt. Jeder Charakter erhält eine Szene, die seine Beziehung zu den beiden Anderen aufbaut.

Die Eskalation

Reihum wird eine festgelegte Anzahl Szenen gespielt, während der die zwei Charaktere gleichen Geschlechts versuchen, beim dritten Charakter zu punkten. Dafür bräuchte man irgendeinen guten Eskalationsmechanismus, der mir bisher noch nicht eingefallen ist. Am Ende sollte auf jeden Fall große Krise herrschen.

Die Auflösung

Eine an den Haaren herbei gezogene Erklärung, wieso sich jetzt wieder alle lieb haben dürfen (die am besten irgendwie durch die zuvor gespielten Szenen ermittelt wird), leitet eine Gruppe von Epilogszenen ein, die erzählen, wie toll es allen dreien danach geht.

Klingt das spannend und spielbar? Gibt es irgendwelche Anregungen zu Mechanismen und ähnlichem? Ist das die dümmste Idee seit der Erfindung explodierenden Salats?


Weniger labern, mehr machen!

Vor ein paar Wochen habe ich die Frage gestellt, ob in der Rollenspielbloggergemeinschaft Interesse an einer „Kreativaufgabe des Monats“ besteht. Die Reaktionen waren durchwachsen.

Viele waren der Meinung, dass die Produktion von Spielmaterial eigentlich zum Karneval gehört und man diesem nicht zu viel Energie entziehen sollte. Deshalb erscheint mir der Vorschlag von blut_und_glas von d6ideas zunächst am sinnvollsten:

Warum im ersten Schritt nicht erst einmal mehr „passende“ Karnevalsthemen vorschlagen?

Es wäre auf jeden Fall schön, wenn in den Eröffnungsbeiträgen zum jeweiligen Karneval vermehrt spielmaterialspezifische Themenvorschläge enthalten wären.

Für Monate mit sehr theorielastigen Karnevalsthemen ließen sich dann (möglicherweise in Absprache mit dem Umzugsorganisator) immer noch zuästzlich kleine, klar umrissene Kreativaufgaben stellen.

Davon abgesehen möchte ich unter dem Motto „mehr machen!“ auf die Planungen zur nächsten :T:-Challenge aufmerksam machen.


Baddaboom!

„Wenn das Schnurding brennt, wird Baddaboom dich erhören.“
— aus dem Tagebuch von Joe McJiggle dem Explosiveren

Einige erste Überlegungen zur Mechanik von „Baddaboom!“

Diese Mechaniken sollen zu wahnwitzigen Aktionen verleiten, die oft das eine oder andere Koboldleben fordern. Daneben sollten sie ein relativ einfaches Bier- und Brezel-Flair rüberbringen.

Ein Goblin hat zwei Werte: Rumms und Pulverstaub. Rumms symbolisiert die Sprengkraft, mit der ein Goblin unterwegs ist. Pulverstaub ist genau das: Sprengstoffrückstände, die sich im falschen Moment entzünden können. (Gut, Pulverstaub kann auch für andere Dinge stehen, die irgendwann für orentliche Probleme sorgen, aber wenn man in einem riesigen Sprengstofflager lebt, ist Pulverstaub eben das erste, was einem um die Ohren flieg.)

Jeder Goblin beginnt mit einem western-mäßigen Namen, einem Rumms von 6 und einem Pulverstaub von 0. Stirbt ein Goblin, wird er durch einen Nachfahren mit dem gleichen Namen und einem Beinamen wie „der Jüngere“, „der Explosivere“ oder „der ich-habs-lauter-krachen-lassende“ ersetzt. Für jeden Beinamen erhält der Goblin einen zusätzlichen Punkt Rumms.

Möchte ein Goblin etwas tun, das seine Fähigkeiten (fressen, liegen, atmen) übersteigt, muss er eine Probe nach folgendem Muster ablegen:

  • Der Sprengmeister legt die Schwierigkeit fest (0: fressen, liegen, atmen; 3: Schaben jagen; 6: Ratten jagen; 9: Präriehasen jagen; 12: Kojoten bekämpfen; 18: gegen Menschen bestehen; 24: den Dampfdrachen bezwingen)
  • Der Goblin legt fest, wie viele Punkte Rumms er für diese Probe ausgeben möchte. Für jeden Punkt erhält er einen W6 und einen Punkt Pulverstaub.
  • Alle Augen des Wurfes werden addiert. Erreicht oder übersteigt das Ergebnis die Schwierigkeit, ist der Goblin erfolgreich. Liegt das Ergebnis darunter, misslingt die Aktion. Ist das Ergebnis zusätzlich kleiner oder gleich dem Pulverstaub des Goblins, treten zusätzliche Komplikationen auf, die der Spieler des Goblins bestimmen kann.
  • Explodierende Würfel: In ganz besonderen Fällen erhört Baddaboom einen Goblin und verleiht ihm zusätzlichen Rumms. Wenn zwei oder mehr Würfel die gleiche Zahl zeigen, werden sie nocheinmal gewürfelt und ihr Ergebnis zur bisherigen Augenzahl hinzugezählt. Schafft der Goblin damit die Probe, wird er für diese besondere Leistung belohnt: Baddaboom holt ihn in einer spektakulären Explosion zu sich. (Möglicherweise führt dies zu oft zu Explosionen…da muss ich noch ein wenig feilen…)

Derzeit überlege ich, jedem Goblin noch einen Vor- und einen Nachteil mit auf den Weg zu geben (Yeeeha! und Oh-Oh!), die jeweils in passenden Situationen den Würfelpool um eins erhöhen oder verringern, ohne den Pulverstaub zu verändern.


Eine Schnapsidee mit explodierenden Würfeln

Was wäre, wenn explodierende Würfel tatsächlich in der Spielwelt zu Explosionen führen?

Was explodiert? Dynamit.

Wer würde Dynamit möglichst oft mit großem Kollateralschaden einsetzen? Goblins.

Wo gibt es Dynamit? Im Wilden Westen.

Eine große Gruppe Cowboy-Goblins, die in einem verlassenen, nicht ganz fertigen Eisenbahntunnel inmitten der Prärie lebt und den Gott verehrt, der sie so großzügig mit dem versorgt hat, was sie zum Leben brauchen: Baddaboom mit ganz viel Rumms.

Was sollte das Spiel können?

  • abgedrehte Goblins, die nix können außer fressen, liegen, sprengen (sich selbst)
  • viele tote Goblins, Belohnung von Charaktertoden
  • explodierende Würfel führen zu sehr erfolgreicher Probe und dem Tod des Goblins in einer riesigen Explosion.

Mal sehen, ob daraus was wird.


Wunsch ist Wunsch: Neuenvallstett

Neuenvallstett-PromoEs ist vollbracht, mein Beitrag zu „Wunsch ist Wunsch, Blogger!“ ist fertig.

    Mein Wunsch ist ein urbaner „Dungeon“, sprich eine Stadtbeschreibung einer heutigen Stadt (gerne auch Urban Fantasy) im Stil eines „Old-School“-Dungeons.

Ich hoffe, ich konnte Niniane von Stories and Characters diesen Wunsch zu ihrer Zufriedenheit erfüllen, auch wenn ich kein OSRler bin.

Neuenvallstett war lange Zeit ein ruhiges Provinznest — so lange man, wie die Meisten, die steigende Jugendkriminalität ignoriert. Doch jetzt greift die Russenmafia nach der Stadt und die Magie drängt zurück in die Welt…

Download*

Kartenmaterial

* Edit: Ich habe eine korrigierte Version des PDFs hochgeladen.


Secret Santicore: Ich war böse…

Ja, ich war böse und habe es nicht geschafft, den mir zugeteilten Wunsch bis heute Abend zu erfüllen — es fehlt aber nicht mehr viel, deshalb hoffe ich, dass es nicht allzu schlimm ist, wenn das Material ein oder zwei Tage verspätet online geht.

Als kleine Entschuldigung gibt es schonmal die Karte:
Kleinstadt

Es darf gerne geraten werden, um wessen/welchen Wunsch es sich handelt.