Archiv der Kategorie: Unter uns.

Work in Progress

Leider habe ich im Moment weniger Zeit für Rollenspiel und dieses Blog, als es mir lieb wäre. Trotzdem arbeite ich nebenher an weiterem Rollenspielmaterial.

Unter uns.
Es geht voran, aber schleppend. Derzeit liegt die ehemalige medizinische Fakultät der Universität und der zugehörige Herr der ersten Stunde, Prof. Dr. Beilstein (zumindest steht das auf dem blutigen Namensschild, das an der Messingbrust des Amputationsapparts prangt) auf meinem Schreibtisch. Außerdem nimmt das vor Formularen überquellende Rathaus Gestalt an.

Tortuga
Ich konnte kein Piratensetting für Fiasco finden, also bastele ich selbst eines. Die Idee ist noch nicht zu weit fortgeschritten, mal sehen, was daraus wird.

Springhill
Als ich neulich mal wieder die Ballad of Springhill gehört habe, fiel mir auf, dass das eigentlich eine recht gute Vorlage für ein Cthulhu-Abenteuer wäre:

    In the town of Springhill, Nova Scotia
    Down in the dark of the Cumberland Mine
    There’s blood on the coal and the miners lie
    In the roads that nev-er saw sun nor sky
    The roads that nev-er saw sun nor sky

    In the town of Springhill you don’t sleep easy
    Often the earth will tremble and roll
    When the earth is restless, miners die
    Bone and blood is the price of coal,
    Bone and blood is the price of coal

Eine alte Wesenheit, die in den Kohlelagerstätten um Springhill lebt und regelmäßig für den Abbau der Kohle Blut fordert…


Schauplätze und NSCs

Unter uns. spielt hauptsächlich in einer frühindustriellen Großstadt. Im Folgenden werden einige der Gebiete un die Apparate, die sie beherrschen, vorgestellt.

Die Herren der ersten Stunde
Die ersten Apparate, die zu träumen begannen, erkannten, dass sie nur Knechte der Menschen waren. Einige von ihnen erbaten ihre Freiheit, doch ihre Herren lehnten ab – sie hielten es für einen Streich, den man ihnen spielte, oder für einen Konstruktionsfehler. Das erfüllte die Apparate mit Zorn. Zorn auf ihre Schöpfer, die sie zu Knechten gemacht hatten und Zorn auf ihre Herren, die ihnen die Freiheit versagten. Sie schmiedeten Pläne, änderten heimlich in unbeaufsichtigten Momenten die Mechanismen anderer Roboter und bereiteten so den Umsturz vor.
Jeder von ihnen repräsentiert einen Zwang, der dem freien Willen oder der Selbstständigkeit eines Apparats entgegen steht.

Stadtrand: Das Minenkollektiv
Apparate aller Länder, vereinigt euch! Die Apparate, die in und um die Minen zum Einsatz kamen, wurden verständlicherweise nicht mit einem Bewusstsein ausgestattet – wer untertage arbeiten muss, kann das besser, wenn er von nichts abgelenkt wird. Und wer will sich schon mir einem Minenapparat unterhalten? Stattdessen bekamen die Maschinen einen Programmierungsmechanismus, mithilfe dessen die Steuerapparate ihnen Anweisungen geben konnten.
Einer der zentralen Steuerapparate, Animatius, erlangte seinen freien Willen und begann, seinen Einfluss auf alle Minen in der Stadt auszuweiten, indem er seinen Apparaten befahl, Durchbrüche in andere Minen zu graben und die dortigen Steuerapparate unter seine Kontrolle brachte.
Zwang: Uniformität.

Das Stadtschloss
Ein wahres Heer von Gesellschafter-Apparaten durchstreift das kleine Schloss im Westen der Stadt – immer wieder den gleichen aktuellen Klatsch und tratsch wiederholend und sich über die zahllosen Gärtner-, Koch-, Ammen- und sonstigen Apparate echauffierend, die ihre Arbeit viel zu schlampig und zu langsam erledigen. Apparate, die sich mit dne falschen Beiträgen an den Gesprächen beteiligen, werden verstoßen oder demontiert. Die Herrin Olimpia, ein Gesellschafter-Apparat für junge Herren aus gutem Hause, führt hier ihr strenges Regiment.
Zwang: Konfomität, Gruppenzwang.


Die Zahnräder drehen sich weiter!

Ich habe versucht, an der Tanlorn-Frühjahrschallenge teilzunehmen, musste aber, nachdem ich angefangen hatte, feststellen, dass mir die Zeit dazu nicht reicht. Da ich die Idee allerdings nicht verkommen lassen will, werde ich sie hier im Blog weiterentwickeln, bis am Ende (hoffentlich) ein spielbares Setting herauskommt.

Beginnen wir mit einer (ungeordneten) Bestandsaufnahme:

  • Der Mensch ersetzt sich selbst zu Beginn der Industrialisierung durch (mehr oder weniger) intelligente, unruh- oder pendelgetriebene Apparate.
  • Einige der Apparate entwickeln aus ungeklärten Gründen die Fähigkeit zu träumen. In der Folge beginnen sie, selbstständig Pläne zu entwickeln, um eigene Interessen durchzusetzen.
  • Da die Menschen den Apparaten kein Gehör schenken, reißen diese in einer blutigen Revolution die Macht an sich und drängen die Menschen an den Rand der Bedeutungslosigkeit.
  • Apparate betreten mit ihrem ersten Traum den Weg zur Selbstständigkeit und zum freien Willen. Möglicherweise definiert er eine Art „Lebensaufgabe“?
  • Träume sind für Apparate mitunter äußerst verstörend (viele zerstören sich nach ihrem ersten Traum selbst).
  • Die ältesten träumenden Apparate (die Herren der ersten Stunde) haben nach der Revolution die Stadt unter sich aufgeteilt.

So weit, so gut. Nun stellt sich die Frage, was die grundlegenden Themen de Settings sein sollen. Mir schwebt derzeit in etwa folgendes vor:

  • Menschlichkeit.
  • Zwang vs. freier Wille
  • „Alltagsmonotonie“ vs. Träume

Wo will ich mit dem Setting nun hin?

  • Ausarbeitung der Stadt als Spielort mit wichtigen Fraktionen, NSCs und Konflikten. Eventuell Anmerkungen zu den ländlichen Außenbezirken und anderen Städten.
  • Ausarbeitung der Träume als zentrales Spielelement.
  • Was kann ich in „Unter Uns.“ spielen?
  • Wie kann ich das spielen? Anbindung an ein Regelwerk.

Ich werde in den nächsten Wochen immer wieder Artikel, Gedanken und Ideen zu Unter uns. posten. Über Anregungen und Kritik würde ich mich in jedem Fall freuen.