Monster – der Karneval im Mai

Tarasque_float_(front)Sie lauern unter dem Bett, im Schrank, hinter der nächsten Wegbiegung und in den meisten Zufallstabellen.

Wenn man sie tötet, kann man endlich wieder ruhig schlafen, bekommt XP, die Tochter des Königs und das halbe Königreich oder ein schlechtes Gewissen, weil es ja doch ein denkendes und fühlendes Wesen war, mit dem man besser verhandelt hätte.

Viele halten sie für Gezücht, Ausgeburten des Bösen oder missverstandene und zu Unrecht verfolgte Kreaturen. Wenn man sie selbst fragt, wie sie sich sehen, wird man wahrscheinlich gefressen.

Der Karneval der Rollenspiele im Mai dreht sich um Monster aller Art.

Themenvorschläge und Anregungen

Natürlich ist das Thema prädestiniert für Spielmaterial, aber es gibt auch reichlich theoretische Themen rund um den Komplex “Monster” abzuarbeiten.

  • Was macht ein gutes Monster aus?
  • Gibt es einen Unterschied zwischen Monstern und anderen NSC?
  • Brauche ich Monster Manuals und wie gestalte ich sie sinnvoll?
  • Brauche ich Monster? Sind Menschen die besseren Monstren?
  • Monstereinsatz am Spieltisch
  • Monstersammlungen
  • Monsterbaukästen
  • Monster als SC
  • Und natürlich jede Menge Monster.

Ich freue mich auf Eure Beiträge.

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Du hast etwas zum Thema zu sagen, aber kein eigenes Rollenspielblog? Frage einfach bei einem Rollenspieblog deines Vertrauens, ob du dort einen Gastbeitrag veröffentlichen kannst.


NIP’AJIN

nipajinIch habe heute Post bekommen. Wie vielleicht der eine oder andere mitbekommen hat, habe ich an Ludus LeonisKurz-und-Knackig-Charakterwettbewerb für das Szenario “Einhundertelf Jahre” teilgenommen und mit dem Charakter “Häuptling Großer Bär” knapp gewonnen. Meinen und die beiden anderen — sehr guten — Wettbewerbsbeiträge von Greifenklaue und Jonas Richter.

Heute kam dann Post aus Wien: Die drei bisher erschienenen Szenarien für NIP’AJIN, dem “System für zwischendurch” von Ludus Leonis, in gedruckter Form.

In “Einhundertelf Jahre” spiel mam Spielzeuge, die aus einem Haus in einer amerikanischen Vorstadt entkommen müssen, das bald abgerissen wird.

“Geschlossene Gesellschaft” vereint ein Schrammelmusikkonzert in einer Wiener Kleingartensiedlung mit Horror der Marke H.P. Lovecraft.

In “Kurai Jikan” muss die Insel Honikuni vor der Dunkelheit gerettet werden.


Bilderarchiv der LlGC

Sion SodomFalls jemand NSC- und sonstige Bilder für Abenteuer oder Kampagnen sucht, die im ausgehenden 19. und oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen, der könnte in den Bildersammlungen der Llyfrgell Genedlyethol Cymru / National Library of Wales fündig werden. Die werden nämlich gerade digitalisiert.

Die Bilder, deren Copyright abgelaufen ist, findet man auch auf dem flickr-Account der LlGC.


Weniger labern, mehr machen!

Vor ein paar Wochen habe ich die Frage gestellt, ob in der Rollenspielbloggergemeinschaft Interesse an einer “Kreativaufgabe des Monats” besteht. Die Reaktionen waren durchwachsen.

Viele waren der Meinung, dass die Produktion von Spielmaterial eigentlich zum Karneval gehört und man diesem nicht zu viel Energie entziehen sollte. Deshalb erscheint mir der Vorschlag von blut_und_glas von d6ideas zunächst am sinnvollsten:

Warum im ersten Schritt nicht erst einmal mehr “passende” Karnevalsthemen vorschlagen?

Es wäre auf jeden Fall schön, wenn in den Eröffnungsbeiträgen zum jeweiligen Karneval vermehrt spielmaterialspezifische Themenvorschläge enthalten wären.

Für Monate mit sehr theorielastigen Karnevalsthemen ließen sich dann (möglicherweise in Absprache mit dem Umzugsorganisator) immer noch zuästzlich kleine, klar umrissene Kreativaufgaben stellen.

Davon abgesehen möchte ich unter dem Motto “mehr machen!” auf die Planungen zur nächsten :T:-Challenge aufmerksam machen.


Weniger meckern, mehr machen?

Wie Oldschoolpapst Glgnfz drüben auf der Seifenkiste in seinem Artikel zum Einstieg ins Rollenspiel sehr richtig bemerkt hat, ist “frei zugängliches Material in möglichst großer Menge” (am besten von Fans für Fans) für blühende Rollenspiellandschaften unerlässlich.

Und wie kommt man nun an mehr freies Spielmaterial? Auch hierfür hat der Herr Glinnefitz eine Antwort: Weniger meckern — mehr machen.

Ein guter Schritt in dieser Richtung ist das von Greifenklaue letzten Herbst und Winter organisierte “Wunsch ist Wunsch, Blogger!” Auch der Thread “Tanelorn Produktiv” animiert meiner Meinung nach dazu, eigenes Material zu erstellen.

Was könnte man sonst noch tun? Mein Vorschlag wäre eine Art systemunabhängige “Kreativaufgabe des Monats” — ein Bild, ein paar Schlagworte, vielleicht auch ein Zitat und jeder, der will, möchte und Zeit hat, kann bis zum Ende des Monats Spielmaterial (egal, was, egal, wie viel) zum Thema erstellen, das dann im Startbeitrag mit der Themenstellung verlinkt wird.

Die wichtigste Frage dazu ist: Wer hätte Lust, daran Teil zu nehmen? Wer würde Material beisteuern wollen? daneben gilt es natürlich noch zu klären, ob die deutsche Rollenspielforen- und -bloglandschaft ein solches Projekt neben dem Karneval tragen kann (und ob da nicht möglicherweise bei Spielmateriallastigen Themen die Überschneidungen zu groß sind).

Ich freue mich auf eure Kommentare und eine anregende Diskussion, entweder hier im Blog oder im Diskussionsthread auf rsp-blogs.de.


Rollenspiel für den kleinen Geldbeutel II: FATE

Logo_RSPKarneval_250pxDer Karneval der Rollenspielblogs beschäftigt sich in diesem Monat — unter anderem wegen des herrannahenden Gratisrollenspielztags — mit dem Thema “Einstieg ins Rollenspiel“. Danke an Ludus Leonis für die Organisation.

Dies ist Teil 2 meiner Reihe über den günstigen Einstieg ins Rollenspiel.
Teil 1 beschäftigt sich mit DSA, Shadowrun und Call of Cthulhu.

Was ist FATE?

FATE ist ein Regelsystem, das relativ viel Wert auf das kooperative Erspielen einer Geschichte legt. Es ist nicht auf eine spezielle Welt zugeschnitten, weshalb es mittlerweile viele verschiedene Varianten gibt, von denen ich im Folgenden die drei günstigsten vorstellen möchte.

Generelles

Das Spiel verwendet vier so genannte Fudge-Würfel (sechsseitige Würfel, bei denen jeweils zwei Seiten ein “+” und ein “–” zeigen, die übrigen beiden Seiten sind leer), die im Set etwa 4 € kosten. Diese können jedoch mit leichten Verschiebungen der Wahrscheinlichkeiten durch zwei verschiedenfarbige sechsseitige Würfel ersetzt werden. Einer der beiden wird als positiver Würfel, der andere als negativer Würfel festgelegt. Nach jedem Wurf wird die Augenzahl des negativen Würfels von der Augenzahl des positiven Würfels abgezogen.

Außerdem werden Fate-Punkte benötigt, für die man jedoch gut Poker-Chips, Dame- bzw. Mühlesteine, Glassteine, Murmeln, Münzen oder andere kleine Gegenstände, die sich in jedem Haushalt finden lassen, verwenden kann.

Fate to go

Fate to go ist eine stark vereinfachte Variante der Fate-Regeln, die vor allem auf einzelne, in sich geschlossene Abenteuer ausgelegt ist, aber auch für längere Kampagnen verwendet werden kann. Das Spieler- und das Spielleiterheft gibt es kostenlos zum herunterladen. Fate to go ist genre- und spielweltunabhängig, man kann damit — mit kleinen Anpassungen — eigentlich alles spielen. Der Einstieg kostet, je nachdem, ob man einen Satz Fudge-Würfel kaufen möchte oder nicht, zwischen 0 und 4 €.

Wer das ganze gedruckt mit Fate-Punkten, Fudge-Würfeln und ein paar Gimmicks in einer schmucken, robusten Metalldose erwerben möchte, kann das bald wieder für 29,99 € tun.

Fate to go liefert (meiner Meinung nach) den derzeit besten Einstieg in Fate, da es zum einen wenige Regeln hat, die zu anderen auch noch gut erklärt sind.

FreeFATE

Bei FreeFate handelt es sich wie bei Fate to go um eine genre- und spielweltunabhängige FATE-Version, mit dem großen Unterschied, dass es mehr Regeln und Anpassungsmöglichkeiten gibt. Das Regelwerk gibt es online auf der Seite und zum kostenlosen Download. Wie bei Fate to go kostet der Einstieg zwischen 0 und 4 €.

Ob die Print-Version für etwa 15 € noch verfügbar ist, müsste man im Bestellthread im Tanelorn nachfragen.

Malmsturm

Malmsturm ist die erste Wahl, wenn man mit den Fate-Regeln in einer Fantasy-Welt spielen möchte. Das kostenlos als PDF verfügbare Regelwerk enthält neben allen Regeln, die zum Spielen notwendig sind, noch etwa 40 Seiten Weltbeschreibung. Das ist grundsätzlich genug, um damit lange zu spielen — oder die Regeln für eigene Fantasy-Welten zu verwenden.

Wer gerne noch etwas mehr Weltbeschreibung hätte, findet im Malmsturm-Blog einige Anregungen. Außerdem gibt es einen Weltbeschreibungsband, der allerdings 49,95 € kostet (was bei dem gebotenen Umfang aber durchaus berechtigt ist). Das Regelbuch als Hardcover gibt es für 29,95 €.

Andere FATE-Varianten

Die folgenden Spiele nutzen auch die FATE-Regeln, sind aber nicht kostenlos und nur auf Englisch zu haben, weshalb ich sie nicht näher bespreche und nur verlinke.

The Dresden Files — Urban Fantasy in der Welt der Dresden-Files-Romane
Spirit of the Century — FATE für Pulp-Abenteuer
Legends of Anglerre — Fantasy-Version von Fate mit zwei Spielwelten im Buch
Diaspora (VSCA Publishing) — FATE für Science-Fiction-Abenteuer
FATE CORE — Gerade im Entstehen begriffener neuer FATE-Regelbaukasten

Mehr Informationen und Spielmaterial zu Fate gibt es unter faterpg.de und im Fate-Unterforum des Tanelorn.


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