Schnapsidee: Foto-Lovestory?

Eine Schnapsidee, die mir gestern Abend kam: Ließe sich nicht aus den Bravo-Foto-Lovestories ein Storygame entwickeln? Eine kurze Studie ergibt, dass es eigentlich immer um drei Personen geht, von denen zwei gleichen Geschlechts sind und auf die dritte Person stehen. Daraus entstehen großes Chaos, Zickenkrieg und Psychoterror. Am Ende löst sich aber alles wieder auf und alle haben sich ieder lieb.

Ein Spiel könnte beispielsweise aus drei Phasen bestehen:

Das Intro

Zu Beginn wird ein Playsheet ausgewählt, das aus einer allgemeinen Settingbeschreibung (“Wo findet das ganze statt?”) und einem (leicht abgewandelten) Bravo-Psychotest besteht, der die Beziehungen zwischen den Spielern festlegt, die Klischees für die Spielercharaktere festlegt und ein paar zusätzliche Inspirationen einbringt. Jeder Charakter erhält eine Szene, die seine Beziehung zu den beiden Anderen aufbaut.

Die Eskalation

Reihum wird eine festgelegte Anzahl Szenen gespielt, während der die zwei Charaktere gleichen Geschlechts versuchen, beim dritten Charakter zu punkten. Dafür bräuchte man irgendeinen guten Eskalationsmechanismus, der mir bisher noch nicht eingefallen ist. Am Ende sollte auf jeden Fall große Krise herrschen.

Die Auflösung

Eine an den Haaren herbei gezogene Erklärung, wieso sich jetzt wieder alle lieb haben dürfen (die am besten irgendwie durch die zuvor gespielten Szenen ermittelt wird), leitet eine Gruppe von Epilogszenen ein, die erzählen, wie toll es allen dreien danach geht.

Klingt das spannend und spielbar? Gibt es irgendwelche Anregungen zu Mechanismen und ähnlichem? Ist das die dümmste Idee seit der Erfindung explodierenden Salats?


Monster – der Karneval im Mai

Tarasque_float_(front)Sie lauern unter dem Bett, im Schrank, hinter der nächsten Wegbiegung und in den meisten Zufallstabellen.

Wenn man sie tötet, kann man endlich wieder ruhig schlafen, bekommt XP, die Tochter des Königs und das halbe Königreich oder ein schlechtes Gewissen, weil es ja doch ein denkendes und fühlendes Wesen war, mit dem man besser verhandelt hätte.

Viele halten sie für Gezücht, Ausgeburten des Bösen oder missverstandene und zu Unrecht verfolgte Kreaturen. Wenn man sie selbst fragt, wie sie sich sehen, wird man wahrscheinlich gefressen.

Der Karneval der Rollenspiele im Mai dreht sich um Monster aller Art.

Themenvorschläge und Anregungen

Natürlich ist das Thema prädestiniert für Spielmaterial, aber es gibt auch reichlich theoretische Themen rund um den Komplex “Monster” abzuarbeiten.

  • Was macht ein gutes Monster aus?
  • Gibt es einen Unterschied zwischen Monstern und anderen NSC?
  • Brauche ich Monster Manuals und wie gestalte ich sie sinnvoll?
  • Brauche ich Monster? Sind Menschen die besseren Monstren?
  • Monstereinsatz am Spieltisch
  • Monstersammlungen
  • Monsterbaukästen
  • Monster als SC
  • Und natürlich jede Menge Monster.

Ich freue mich auf Eure Beiträge.

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Du hast etwas zum Thema zu sagen, aber kein eigenes Rollenspielblog? Frage einfach bei einem Rollenspieblog deines Vertrauens, ob du dort einen Gastbeitrag veröffentlichen kannst.


NIP’AJIN

nipajinIch habe heute Post bekommen. Wie vielleicht der eine oder andere mitbekommen hat, habe ich an Ludus LeonisKurz-und-Knackig-Charakterwettbewerb für das Szenario “Einhundertelf Jahre” teilgenommen und mit dem Charakter “Häuptling Großer Bär” knapp gewonnen. Meinen und die beiden anderen — sehr guten — Wettbewerbsbeiträge von Greifenklaue und Jonas Richter.

Heute kam dann Post aus Wien: Die drei bisher erschienenen Szenarien für NIP’AJIN, dem “System für zwischendurch” von Ludus Leonis, in gedruckter Form.

In “Einhundertelf Jahre” spiel mam Spielzeuge, die aus einem Haus in einer amerikanischen Vorstadt entkommen müssen, das bald abgerissen wird.

“Geschlossene Gesellschaft” vereint ein Schrammelmusikkonzert in einer Wiener Kleingartensiedlung mit Horror der Marke H.P. Lovecraft.

In “Kurai Jikan” muss die Insel Honikuni vor der Dunkelheit gerettet werden.


Bilderarchiv der LlGC

Sion SodomFalls jemand NSC- und sonstige Bilder für Abenteuer oder Kampagnen sucht, die im ausgehenden 19. und oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen, der könnte in den Bildersammlungen der Llyfrgell Genedlyethol Cymru / National Library of Wales fündig werden. Die werden nämlich gerade digitalisiert.

Die Bilder, deren Copyright abgelaufen ist, findet man auch auf dem flickr-Account der LlGC.


Weniger labern, mehr machen!

Vor ein paar Wochen habe ich die Frage gestellt, ob in der Rollenspielbloggergemeinschaft Interesse an einer “Kreativaufgabe des Monats” besteht. Die Reaktionen waren durchwachsen.

Viele waren der Meinung, dass die Produktion von Spielmaterial eigentlich zum Karneval gehört und man diesem nicht zu viel Energie entziehen sollte. Deshalb erscheint mir der Vorschlag von blut_und_glas von d6ideas zunächst am sinnvollsten:

Warum im ersten Schritt nicht erst einmal mehr “passende” Karnevalsthemen vorschlagen?

Es wäre auf jeden Fall schön, wenn in den Eröffnungsbeiträgen zum jeweiligen Karneval vermehrt spielmaterialspezifische Themenvorschläge enthalten wären.

Für Monate mit sehr theorielastigen Karnevalsthemen ließen sich dann (möglicherweise in Absprache mit dem Umzugsorganisator) immer noch zuästzlich kleine, klar umrissene Kreativaufgaben stellen.

Davon abgesehen möchte ich unter dem Motto “mehr machen!” auf die Planungen zur nächsten :T:-Challenge aufmerksam machen.


Weniger meckern, mehr machen?

Wie Oldschoolpapst Glgnfz drüben auf der Seifenkiste in seinem Artikel zum Einstieg ins Rollenspiel sehr richtig bemerkt hat, ist “frei zugängliches Material in möglichst großer Menge” (am besten von Fans für Fans) für blühende Rollenspiellandschaften unerlässlich.

Und wie kommt man nun an mehr freies Spielmaterial? Auch hierfür hat der Herr Glinnefitz eine Antwort: Weniger meckern — mehr machen.

Ein guter Schritt in dieser Richtung ist das von Greifenklaue letzten Herbst und Winter organisierte “Wunsch ist Wunsch, Blogger!” Auch der Thread “Tanelorn Produktiv” animiert meiner Meinung nach dazu, eigenes Material zu erstellen.

Was könnte man sonst noch tun? Mein Vorschlag wäre eine Art systemunabhängige “Kreativaufgabe des Monats” — ein Bild, ein paar Schlagworte, vielleicht auch ein Zitat und jeder, der will, möchte und Zeit hat, kann bis zum Ende des Monats Spielmaterial (egal, was, egal, wie viel) zum Thema erstellen, das dann im Startbeitrag mit der Themenstellung verlinkt wird.

Die wichtigste Frage dazu ist: Wer hätte Lust, daran Teil zu nehmen? Wer würde Material beisteuern wollen? daneben gilt es natürlich noch zu klären, ob die deutsche Rollenspielforen- und -bloglandschaft ein solches Projekt neben dem Karneval tragen kann (und ob da nicht möglicherweise bei Spielmateriallastigen Themen die Überschneidungen zu groß sind).

Ich freue mich auf eure Kommentare und eine anregende Diskussion, entweder hier im Blog oder im Diskussionsthread auf rsp-blogs.de.


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